Winfried Hermann MdL

Winfried Hermann MdL: Auszug aus dem Live Stream zum Start-up Award Transforming Mobility 2020

Winfried Hermann MdL, Verkehrsminister Baden-Württemberg

Auszug aus dem live Stream zum Start-up Award ‘Transforming Mobility’ 2020

im Rahmen der online Preisverleihung

Logos der Gewinner

TRANSFORMING MOBILITY Award - Logos der Gewinner

Szenarien für die Zeit nach Corona: Kurvenreiche Strecke

What's next? Die Zeit nach Corona

What’s next?

Szenarienmodell für die Zeit nach Corona

Wir blicken auf turbulente Wochen zurück – und wissen noch nicht, wie sich die nächsten Wochen und Monate gestalten werden.

Dennoch spüren wir allmählich etwas Entspannung – und gleichzeitig entsteht eine Art Aufbruchstimmung: Viele beschäftigen sich damit, wie die positiven Effekte, die die Pandemie neben den starken negativen Auswirkungen auch hat, nachhaltig verfestigt werden können.

Viele haben die letzten Wochen genutzt, über Mechanismen, Standards, Prozesse nachzudenken und zu überlegen, wie es nach der Pandemie weiter gehen soll. Wie vorher? Oder doch anders?

Die Zeit nach Corona

Corona lässt keinen unberührt.

Wir haben für uns die Zeit genutzt, um ein Szenarien-Modell zu entwickeln, mit dem wir unsere Kunden bei Entscheidungen für eine erfolgreiche Zukunft unterstützen können.

Positive Überraschung – zuversichtlicher Ausblick

Die Bewältigung der Umstellung auf Home Office und neue Prozesse der Zusammenarbeit wird insgesamt positiv wahrgenommen: die Bewältigung sowohl der technischen als auch der menschlichen Herausforderungen hat Teams trotz der räumlichen Distanz enger zusammenwachsen lassen. Dieser gemeinsame Spirit soll nun helfen, die ökonomische Krise vieler Unternehmen zu überwinden – und das erfordert von Führungskräften eine neue Art digitaler und analoger Führungsqualität.

Flexibilität ist das neue Mantra

Alle ‘fahren auf Sicht’, arbeiten Projektpläne aus – und Plan B und C gleich mit. Die Digitalisierung erfährt einen enormen Schub – und man stellt fest, dass die Transformation nicht an der Technik alleine hängt: Arbeiten im Home Office bringt neue Erfahrungen in der Führung von Teams, digitale Medien verändern die Meeting-Kultur, neue Kommunikationsformen und Formen der Zusammenarbeit müssen gemeinsam, auf Abstand, etabliert werden. Sinnvoll ist hier, über Training und Coachings diese neue Kultur etablieren zu helfen.

Viele Geschäftsmodelle funktionieren nicht mehr

Im Event Business wie im stationären Handel oder der Gastronomie waren und sind neue Konzepte und Ideen gefragt. Digitalisierung ist auch hier das Mittel der Wahl – Online Shops, virtuelle Events, digitale Messen und hybride Formate boomen. Der Vorteil: internationale Formate sind nur einen Mausklick entfernt. Aber Kongresse, die bisher hohe Ticketpreise aufrufen konnten, werden nun kostenfrei im Web angeboten. Es gilt, für die Zeit nach der Pandemie neue, tragfähige Geschäftskonzepte zu entwickeln – und dabei über den Tellerrand hinaus, in Richtung neuer Allianzen und Synergien zu denken.

Mobilität muss neu gedacht werden

Menschen sind weniger unterwegs – und wenn, dann weniger mit dem Öffentlichen Verkehr, weniger mit Sharing-Fahrzeugen, dafür mehr mit dem Zweirad oder dem eigenen Auto. Die Angst vor Ansteckung stützt klar den Individualverkehr. Andererseits erleben alle die positiven Auswirkungen der massiven Verkehrsreduktion: weniger Lärm, weniger Luftverschmutzung, mehr Lebensqualität insbesondere in den Innenstädten. Nun gilt es, innovative Mobilitätskonzepte und -angebote zu etablieren, die Individualverkehr mit Emissionen drastisch reduzieren. Dies wird nur gelingen, wenn die Bedürfnisse und Motive der Nutzerinnen und Nutzer von Anfang an mit beachtet werden.

Krisenzeiten erfordern Weitblick und Innovationsbereitschaft

Wir sehen Kunden und Partner, die durch die Pandemie in die Krise geraten sind, die freigewordene Zeit nutzen, um mit Weitblick Innovationen zu entwickeln, mit denen sie ihr Portfolio neu aufsetzen oder ihr Geschäftsmodell neu justieren. Wir sehen auch Kunden und Partner, die durch die Pandemie derzeit einen Nachfrageschub erleben und trotz der Herausforderungen an Produktion und Vertrieb die Aufgabe Innovationsentwicklung fest im Blick behalten. Beide rüsten sich damit für die Zeit nach der Pandemie, für das ‘neue Normal’.

Sie wollen mehr wissen? Sich für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Innovationen für die Zeit nach der Pandemie trainieren lassen? Die Veränderungen von Motiven und Einstellungen verschiedener Zielgruppen verstehen lernen, um ihre Produkte und Services darauf ausrichten zu können? Verschiedene Szenarien durchdenken, um strategische Entscheidungen besser vorbereiten zu können?

Wir stellen Ihnen das Szenarien-Modell gerne vor und beantworten Ihre Fragen! Wir freuen uns darauf, Sie in dieser anspruchsvollen Zeit zu unterstützen


Verkehrsminister Winfried Hermann

Interview mit Winfried Hermann MdL, Verkehrsminister Baden-Württemberg

Welche Auswirkungen hat Corona auf die Mobilitäts- und Energiewende bei uns im Land?

Interview mit dem Verkehrsminister Baden-Württemberg, Winfried Hermann MdL

Jürgen Häussler: Herr Minister, Corona und der Lockdown haben uns vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Neben den durchaus kritischen und auch negativen Auswirkungen gibt es auch positive Effekte. Welche positiven Erkenntnisse nehmen Sie mit?

Minister Hermann: “Wir sehen, dass aufgrund der Ausgangsbeschränkungen auch Positives entstanden ist: Wir hatten deutlich weniger Verkehrslärm, sogar in der Stadt konnte man die Vögel zwitschern hören. Die Menschen haben sich umgestellt, arbeiten im Homeoffice, anstatt zu Pendeln. Plötzlich gab es keine Pendlerstaus mehr. Wir machen Video-Konferenzen, anstatt uns vor Ort zu treffen. Das reduziert den Verkehr und spart CO2. Die zentrale Erkenntnis ist: Ein Leben mit weniger Verkehr ist möglich! Das ist positiv und wir sollten alles daransetzen, nicht mehr in alte Muster zurückzufallen. Sprich: Wir sollten alles dafür tun, das Verkehrsaufkommen dauerhaft zu reduzieren und den Autoverkehr zurückzudrängen.”

JH: Was wäre der ‘Worst-Case’ für die Zeit nach Corona?

Minister Hermann: “In den ersten Wochen des Lockdown hatten wir auf den Autobahnen und auf den Bundesstraßen weniger als die Hälfte des normalen Verkehrs. Aber bereits mit den ersten Lockerungen ging der Autoverkehr wieder hoch und er steigt weiter an. Dagegen wachsen die Fahrgastzahlen in den Bussen und Bahnen nur langsam. Erfreulich ist, dass der Anteil am Radverkehr gestiegen ist. Das kann jeder sehen: So viele Radfahrer wie in den letzten Wochen habe ich in Stuttgart selten gesehen.”

“Für den Klimaschutz wäre es fatal, wenn Menschen, die vor Corona auf den ÖPNV umgestiegen sind, jetzt wieder verstärkt auf das Auto als Fortbewegungsmittel im Alltag setzen. Dass zum Beispiel Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren, weil sie eine Ansteckungsgefahr im Schülerbus befürchten. Dann hätten wir plötzlich noch mehr Autoverkehr als vorher.”

JH: Über die Mobilitätswende wurde auch schon vor Corona viel diskutiert. Hat sich durch die Pandemie etwas geändert?

Minister Hermann: “Unser Ziel ist es nach wie vor, die Mobilitätswende voranzubringen. Dazu gehören natürlich Elektroautos und Elektrobusse. Wir sprechen aber auch über das E-Ticketing und die Vernetzung der Verkehrsträger wie Bahn, Carsharing oder Leihräder über sogenannte Mobilitätsknoten, um die erste oder letzte Meile zu überbrücken. Diese Themen möchte ich vorantreiben.”

“Zur Mobilitätswende gehört auch, dass wir eine einheitliche Datenarchitektur über alle Verkehrsanbieter und -nutzer hinweg aufbauen. Um die Menschen über die verschiedenen Mobilitätsangebote zu informieren, die zur Verfügung stehen. Um steuernd eingreifen zu können, zum Beispiel um den Verkehr verflüssigen und somit klimaschonender zu gestalten. Nicht neue Straßen braucht das Land, sondern die vorhandene Infrastruktur muss intelligenter genutzt werden – besser über den Tag und zwischen den Verkehrsträgern verteilt.”

JH: Kommunen haben die Situation während des Lockdown genutzt, um zeitlich befristet Straßenraum anders zu nutzen als bisher. Was können wir daraus lernen?

Minister Hermann: “Ich finde die Vorgehensweise der Kommunen sinnvoll, eine Neuaufteilung des Straßenverkehrsraums zunächst einmal zeitlich befristet auszuprobieren. Die Menschen lassen sich auf zunächst temporäre Änderungen eher ein, wenn sie wissen, das ist nicht endgültig. Es ist wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, Dinge auszuprobieren. Denn wir sind auf ihre Veränderungsbereitschaft angewiesen. Nur wenn sie bereit sind, es einmal anders zu machen und positiv zu erleben, erreichen wir Veränderung.”

JH: Was kann jeder Einzelne aus der Zeit des Lockdown mitnehmen?

Minister Hermann: “Jeder entscheidet selbst, wie er sich fortbewegt: Nehme ich das Fahrrad oder das Auto. Oder gehe ich zu Fuß. Wir alle sind unmittelbar beteiligt. Unsere Entscheidungen beeinflussen, wie sich der Verkehr entwickelt. Wir tragen Verantwortung für die Folgen unseres Handels. Das muss stärker thematisiert werden. Ich glaube, wir haben in der Corona-Krise gelernt, dass wir achtsamer sein müssen im Umgang mit unseren Mitmenschen und der Umwelt. Wir haben auch erkannt, dass das, was wir tun, unmittelbare Folgen hat.”

JH: Welche Rolle spielen aus Ihrer Sicht Start-up Unternehmen bei der Mobilitätswende?

Minister Hermann: “Viele gute Ideen kommen von Start-ups. Gerade die Neue Mobilität braucht innovative Technik und neue Geschäftsmodelle und Konzepte. Hier sind Start-ups unverzichtbar. Historisch betrachtet waren auch Carl Benz, Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach Start-ups, die man im 19. Jahrhundert „Gründer“ nannte! Sie hatten den Mut, in einer Gesellschaft, deren Mobilität vom Pferd und später der Eisenbahn geprägt war, zu sagen, ich mach was ganz anderes. Was Benz und Co gemacht haben, war gemessen am Zeitgeist absolut verrückt. Viele fragten damals: Wo sollen die Straßen herkommen? Wo der Treibstoff? Auch heute stehen wir wieder vor einer Wende und müssen Antworten finden.”

“Große Unternehmen sind wie große Institutionen. Sie sind in hohem Maße leistungsfähig, mit genau dem, was sie in ihrem Programm haben. Andererseits sind sie weniger wendig. Hier haben Start-ups einen entscheidenden Vorteil.”

JH: Herr Minister Hermann, wir bedanken uns sehr für das informative Gespräch.

Jürgen Häussler, CEO & Managing Partner JU-KNOW


Logo Future Mobility Award

Future Mobility Award Preisverleihung am 19. Mai im Rahmen einer Online Veranstaltung

And the winner is …

Future Mobility Award 2020 – mit JU-KNOW als Kooperationspartner und Ursula Kloé in der Jury. Wir gratulieren BeeSonix zur Auszeichnung, die mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro, einem professionellen Coaching, ein Jahres-Abo der Zeitschrift Nahverkehrspraxis und der Teilnahme an einem Investoren-Start-up-Meeting verknüpft ist.

BeeSonix ermöglicht mit seiner Innovation die Ultraschall-Kommunikation zwischen Lautsprechern der Ansagesysteme der Verkehrsanbieter und den Smartphones der Reisenden. Damit können relevante Informationen für Fahrgäste im richtigen Moment, in Echtzeit auf deren Smartphones erscheinen. https://www.beesonix.de/

Der Future Mobility Award zeichnet nachhaltige Mobilitätslösungen für den öffentlichen Verkehr aus und sollte während der IT-TRANS in der Messe Karlsruhe verliehen werden. Nachdem diese alle zwei Jahre stattfindende Messe aufgrund der Pandemie auf Dezember verschoben werden musste, entschieden sich die Award-Verantwortlichen – Nachverkehrspraxis Fachverlag Dr. H. Arnold GmbH, Messe Karlsruhe, aen – automotive. engineering. network e.V., Wirtschaftsförderung Karlsruhe – gemeinsam mit den Partnern JU-KNOW, First Momentum, VBK, IT Trans und UITP, den Award am 19.5.2020 im Rahmen einer Videokonferenz zu verleihen.

Die Jury aus insgesamt 10 Experten bewertete in den Wochen davor bei allen eingereichten Ideen Umsetzbarkeit, Mehrwert für den Öffentlichen Verkehr und für die Nutzer, Tragfähigkeit der Idee und Skalierbarkeit. Das Finale des ersten Awards Future Mobility hatten neben BeeSonix die Bewerber Matchrider, Rydies, Speribus / EchtzeitFahrplan und Twaice erreicht.

Winfried Hermann Ursula Kloé Jürgen Häussler beim Start-up Award Transforming Mobility

Start-up Award Transforming Mobility 2020 findet Online statt

Neue Ideen für die Mobilität der Zukunft gesucht!
Start-ups mit Ideen zur Mobilitäts- und Energiewende sollen keine wertvolle Zeit verlieren!

Gesucht werden innovative Ideen, die die Mobilitäts- und Energiewende im ländlichen und im urbanen Raum voranbringen. Gesucht werden auch Ideen, die die Logistik der ‘first mile’ und der ‘last mile’ nachhaltig verändern.

  • E-Fahrzeuge
  • E-Mobilitätskonzepte
  • Alternative Antriebskonzepte (E-Antriebe, Wasserstoff, E-Fuels, …)
  • Innovationen aus dem Bereich Energie, die mit E-Mobilität verknüpft sind
  • Innovationen aus dem Bereich Smart Cities, wenn sie E-Mobilität einbeziehen
  • Technik, Zubehör, Kleidung
  • Services, Dienstleistungen, Apps

In den Kategorien Technik, Zubehör, Kleidung‘ und Services, Dienstleistungen, Apps akzeptieren wir Innovationen, wenn sie mit E-Mobilität verknüpft sind / darauf anwendbar sind / dafür gebraucht werden bzw. die Mobilitätswende voranbringen.

 

Jetzt bewerben und am 27.6.2020 im Livestreaming dabei sein!
Preisverleihung mit Verkehrsminister Winfried Hermann MdL, beim nächsten e4 TESTIVAL auf dem Hockenheimring.
Alle Finalisten können dort kostenfrei in der Start-up Area ausstellen.

 

Link zu allen wichtigen Informationen zur Bewerbung, zum Auswahlprozess, zur Jury und zu den attraktiven Preisen unter Call for Participation

Bewerbung Online ab sofort bis 31.5.2020 hier.

Kuratorin des Awards: Ursula Kloé | Managing Partner, CIO | JU-KNOW GmbH
uk@ju-know.com | +49 6221 892 656


Preisübergabe Minister Hermann und ChargeIQ

'Transforming Mobility' Start-up Award Gewinner aus 2019 erhält Fördermittel des Landes

Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs fördert das Land sieben innovative Mobilitätskonzepte im Ländlichen Raum mit insgesamt rund 1,7 Millionen Euro. Ziel des Wettbewerbs ist vor allem die Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und des Zusammenhalts. Link

Logo Transforming Mobility Award

Interview mit Ursula Kloé zum Award in digitaler Form

Unter der Schirmherrschaft des Verkehrsministers des Landes Baden-Württemberg erhalten Start-ups und auch Initiativen, studentische Gruppen und Hochschulabsolventen die Chance, bei der Online-Ausgabe des Awards dabei zu sein. Gesucht werden innovative Ideen sowohl für den ländlichen als auch für den urbanen Raum, sowohl für die ‚First Mile‘ als auch für die ‚Last Mile‘. Link